Batteriespeicher nachrüsten lassen
Ein Speicher lässt sich fast immer nachrüsten. Bei einer bestehenden Anlage geschieht das meist wechselstromseitig, dann bleibt der vorhandene Wechselrichter, wie er ist. Den Anschluss macht eine Elektrofachkraft, sie meldet die Erweiterung auch beim Netzbetreiber.
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Postleitzahlen: GeoNames, CC BY 4.0
Zwei Wege: hinter dem Wechselrichter oder davor
Wechselstromseitig (AC). Der Speicher hängt mit eigenem Batteriewechselrichter hinter der bestehenden Anlage. Der vorhandene Wechselrichter bleibt, der Eingriff ist klein. Der Umweg über die Wandlung kostet etwas Wirkungsgrad.
Gleichstromseitig (DC). Der Speicher hängt direkt an einem Hybridwechselrichter. Effizienter, aber bei einer bestehenden Anlage heißt das meist: Wechselrichter tauschen. Das lohnt vor allem, wenn der alte ohnehin in die Jahre kommt.
Was vor der Entscheidung zu klären ist
- Welcher Wechselrichter ist verbaut, und ist er speicherfähig?
- Wie viel Strom verbrauchst du abends und nachts? Danach richtet sich die Größe, nicht nach der Dachleistung.
- Ist Notstrom gewünscht? Das ändert Gerätewahl und Verkabelung deutlich.
- Wo steht der Speicher? Trocken, frostfrei, mit Platz zum Arbeiten?
- Bleibt die Einspeisevergütung unberührt? Eine Erweiterung ist beim Netzbetreiber zu melden.
Was der Fachbetrieb übernimmt
Auslegung, Montage, elektrischer Anschluss, Einbindung ins Energiemanagement, Meldung beim Netzbetreiber und Nachtrag im Marktstammdatenregister. Das mechanische Aufstellen darfst du vorbereiten, der elektrische Teil gehört zur Fachkraft.
Balkonkraftwerk ist ein Sonderfall
Bei Steckersolargeräten lässt sich ein wechselstromseitiger Speicher meist ohne Fachbetrieb ergänzen: Stecker rein, App verbinden, fertig. Alles darüber, also Aufdachanlage, Hausnetz und Zählerschrank, gehört in Profihände.
Häufige Fragen
Muss der Wechselrichter getauscht werden?
Bei wechselstromseitiger Nachrüstung nicht, der Speicher bringt seinen eigenen mit. Bei gleichstromseitiger Einbindung in der Regel schon.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Als Faustzahl orientiert man sich am Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, nicht an der Anlagenleistung. Ein Fachbetrieb rechnet das mit deinen Zählerdaten durch.
Bekomme ich damit Notstrom?
Nur wenn Speicher und Wechselrichter das ausdrücklich können und entsprechend verkabelt werden. Sag in der Anfrage, ob du es willst. Nachträglich wird es teuer.
Muss die Erweiterung gemeldet werden?
Ja, beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Beides übernimmt üblicherweise der Betrieb, der anschließt.
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Speicher findest du unter Batteriespeicher, dazu passend der Ratgeber und die Partnerbetriebe.