Wallbox 22 kW
8 ProdukteKurz beantwortet
Eine Wallbox mit 22 kW lädt dreiphasig mit 32 Ampere und ist damit doppelt so schnell wie die verbreiteten 11-kW-Geräte – vorausgesetzt, das Auto kann es und der Netzbetreiber genehmigt es. Wir führen acht 22-kW-Wallboxen von Sungrow, Fronius, SMA, Huawei, GoodWe, EcoFlow und Sigenergy, von 799 bis 1.349 €, alle drosselbar auf 11 kW.
Stand: August 2026
Wichtig vor dem Kauf: 22 kW sind genehmigungspflichtig
Ladeeinrichtungen bis einschließlich 11 kW müssen beim Netzbetreiber nur angemeldet werden. Ab 12 kW – und damit bei jeder 22-kW-Wallbox – ist eine Genehmigung erforderlich, die der Netzbetreiber erteilen oder verweigern kann. In Bestandsgebäuden mit schwacher Hausanschlussleitung kommt es vor, dass 22 kW nicht freigegeben werden.
Das ist kein Grund, keine 22-kW-Wallbox zu kaufen: Alle Geräte in dieser Kategorie lassen sich auf 11 kW drosseln. Du meldest sie dann als 11-kW-Ladeeinrichtung an und hebst die Drosselung an, wenn der Anschluss später verstärkt wird. Umgekehrt geht es nicht – eine 11-kW-Box wird nie zu einer 22-kW-Box.
Kann dein Auto überhaupt 22 kW?
Die meisten Elektroautos laden AC-seitig mit 11 kW. Modelle mit 22-kW-Onboard-Lader sind die Ausnahme. Wenn dein aktuelles Auto nur 11 kW kann, lädt es an einer 22-kW-Box exakt genauso schnell wie an einer 11-kW-Box. Der Aufpreis lohnt sich dann als Investition in das nächste Fahrzeug oder in eine zweite Ladeposition – nicht für heute.
MID-Zähler, RFID und Lastmanagement
Ein eichrechtskonformer MID-Zähler ist Pflicht, sobald Ladevorgänge abgerechnet werden – bei Dienstwagen, Mietern oder Mitarbeitenden. Für die reine Eigennutzung ist er optional, aber praktisch. RFID trennt, wer laden darf. Dynamisches Lastmanagement drosselt die Ladeleistung, wenn im Haus gleichzeitig andere Verbraucher laufen, und verhindert damit das Auslösen der Hauptsicherung – bei 32 Ampere ein realistisches Thema.
Wenn du mit PV-Strom laden willst
Nicht jede 22-kW-Wallbox beherrscht Überschussladen, und die Unterschiede sind größer, als die Datenblätter vermuten lassen. Die Geräte, bei denen es funktioniert, stehen in der Kategorie Wallbox mit Überschussladen. Alle Ladelösungen findest du bei Wallboxen.
Häufige Fragen
Brauche ich für eine 22-kW-Wallbox eine Genehmigung?
Ja. Ladeeinrichtungen ab 12 kW sind beim Netzbetreiber genehmigungspflichtig, bis einschließlich 11 kW reicht die Anmeldung. Der Netzbetreiber kann eine 22-kW-Ladeleistung ablehnen, wenn der Hausanschluss sie nicht hergibt.
Kann ich eine 22-kW-Wallbox auf 11 kW drosseln?
Ja, alle Geräte in dieser Kategorie lassen sich bei der Installation auf 11 kW begrenzen. Damit gilt die einfachere Anmeldepflicht, und die volle Leistung kann später freigeschaltet werden, wenn der Anschluss es zulässt.
Lädt mein Auto an einer 22-kW-Wallbox schneller?
Nur, wenn der Onboard-Lader des Fahrzeugs 22 kW unterstützt. Die meisten Elektroautos laden AC-seitig mit maximal 11 kW – an einer 22-kW-Wallbox laden sie dann genauso schnell wie an einer 11-kW-Box.
Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel oder mit Ladebuchse?
Ein festes Kabel ist im Alltag bequemer, eine Ladebuchse flexibler, weil sich Kabellänge und Steckertyp tauschen lassen und das Kabel bei Beschädigung einzeln ersetzbar ist. Bei unseren Geräten steht die Ausführung jeweils im Titel.
Brauche ich einen FI-Schutzschalter Typ B?
Das hängt vom Gerät ab. Viele moderne Wallboxen haben eine DC-Fehlerstromerkennung integriert, dann reicht ein Typ-A-FI. Wo das nicht der Fall ist, kommt ein Typ B dazu – das kostet im Zweifel 200 bis 400 € extra und gehört in die Angebotsrechnung des Elektrikers.