Solarteur finden: was der Beruf umfasst und woran du einen guten erkennst

Solarteur ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Wer deine Anlage ans Netz bringt, muss aber Elektrofachkraft sein und im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers stehen, sonst darf er die Anlage nicht anmelden. Module aufs Dach schrauben darfst du selbst, den elektrischen Anschluss nicht.

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Postleitzahl eingeben, wir zeigen Partnerbetriebe, die dein Gebiet bedienen.

Postleitzahlen: GeoNames, CC BY 4.0

Was ein Solarteur eigentlich macht

„Solarteur" ist ein Sammelbegriff, kein Ausbildungsberuf und kein geschützter Titel. Dahinter stecken meist Elektrotechnikbetriebe, Dachdecker oder Anlagenbauer, die sich auf Photovoltaik spezialisiert haben. Ein Fachbetrieb übernimmt typischerweise die Planung, die Unterkonstruktion, die Montage der Module, die Verkabelung, den Anschluss des Wechselrichters, die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Inbetriebnahme.

Für dich zählt weniger das Wort auf der Visitenkarte als die Frage: Darf dieser Betrieb den Zählerschrank anfassen und die Anlage anmelden? Das darf nur, wer als Elektrofachkraft eingetragen ist.

Was du selbst machen darfst und was nicht

Vieles kannst du selbst erledigen, wenn du handwerklich geschickt bist:

  • Die Montage der Module auf Dach oder Balkon, etwa bei Steck-Systemen.
  • Das Verlegen der Leitungen bis zum Wechselrichter.
  • Das Aufstellen und mechanische Anschließen eines Batteriespeichers.

In Profihände gehören dagegen:

  • Der elektrische Anschluss an Hausnetz und Zählerschrank.
  • Die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Inbetriebnahme.

Wer handwerklich fit ist, spart mit Selbstmontage spürbar Geld. Sicherheit und Netzanschluss bleiben trotzdem beim Fachbetrieb. Das ist keine Förmlichkeit, sondern Bedingung dafür, dass deine Anlage überhaupt legal Strom einspeisen darf.

Woran du einen guten Fachbetrieb erkennst

  • Eintrag im Installateurverzeichnis des zuständigen Netzbetreibers. Ohne ihn kann der Betrieb deine Anlage nicht anmelden.
  • Eintrag in der Handwerksrolle als Elektrotechniker.
  • Betriebshaftpflicht mit ausreichender Deckungssumme und gültiger Laufzeit.
  • Schriftliches Angebot mit Stückliste: Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Speicher, Zählerschrank, Gerüst, Anfahrt.
  • Referenzen aus der Region, am besten mit vergleichbarer Dachform.
  • Klare Aussage zur Anmeldung: Wer meldet beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister an?

In unserem Verzeichnis steht bei jedem Betrieb, woher diese Angaben stammen: vom Betrieb selbst, aus einem automatischen Abgleich mit einem Register oder aus einem Nachweis, der uns vorliegt. Die Qualität einzelner Arbeiten bewerten wir nicht. Lass dir immer ein schriftliches Angebot geben.

Was die Montage kostet

Seriöse Pauschalpreise gibt es nicht, dafür unterscheiden sich Dächer zu stark. Den Preis treiben vor allem: Dachform und Eindeckung, Höhe und Gerüstbedarf, Länge der Kabelwege, Zustand des Zählerschranks, ob ein Speicher mit dazu kommt und wie weit der Betrieb anfahren muss.

Deshalb lohnt der Vergleich. Hol dir zwei bis drei Angebote und achte darauf, dass sie dieselben Leistungen enthalten, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Wie unser Verzeichnis funktioniert

Du gibst deine Postleitzahl ein und siehst die Partnerbetriebe, die dein Gebiet tatsächlich bedienen. Findet sich keiner, vergrößere den Umkreis. Die Anfrage an einen Betrieb stellst du auf seiner Seite, kostenlos und unverbindlich, den Vertrag schließt du direkt mit dem Betrieb. Wir nehmen dafür keine Provision.

Häufige Fragen

Ist „Solarteur" ein geschützter Beruf?

Nein. Die Bezeichnung darf jeder führen. Entscheidend ist, ob der Betrieb als Elektrofachkraft im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Nur dann darf er die Anlage anschließen und anmelden.

Darf ich meine Solaranlage selbst montieren?

Die Module und die Unterkonstruktion ja, den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme nein. Für Balkonkraftwerke mit Stecker gilt eine Ausnahme, die schließt du selbst an.

Wer meldet die Anlage beim Netzbetreiber an?

Der eingetragene Fachbetrieb. Die Registrierung im Marktstammdatenregister übernimmt meist ebenfalls der Betrieb. Kläre im Angebot, ob sie enthalten ist.

Wie viele Angebote sollte ich einholen?

Zwei bis drei genügen. Mehr kostet vor allem deine Zeit, und gute Betriebe sind mit Angebotsschreiben ausgelastet.

Was kostet mich die Vermittlung über SolarOutlet?

Nichts. Wir nehmen weder von dir noch vom Betrieb eine Provision.

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