Sigenergy Speicher
14 ProdukteKurz beantwortet
Die Kollektion enthält 14 Positionen rund um den Sigenergy-Speicher: drei SigenStor-Batteriemodule für das Eigenheim mit 5,2 kWh, 5,84 kWh und 8,76 kWh, dazu das größere SigenStack-Modul mit 12,06 kWh sowie Sockel, Batteriecontroller, eine Abdeckung und zwei Energiezähler. Die Batteriemodule kosten zwischen 1.999 und 2.899 Euro beim Steuersatz 0 %. Wichtig vorab: Ein Sigenergy-Speicher arbeitet nicht allein, sondern nur im Verbund mit einem Sigen Energy Controller.
Stand: September 2026
SigenStor ist ein Turm, kein einzelner Kasten
Andere Hersteller verkaufen Wechselrichter und Speicher als getrennte Geräte, die per Kabel verbunden werden. Sigenergy stapelt beides übereinander. Unten steht der Sigen Energy Controller — das ist der Hybrid-Wechselrichter, der den Solarstrom umwandelt und zugleich die Batterie lädt und entlädt. Darauf kommen die SigenStor-Batteriemodule, eines auf das andere, alle in Schutzart IP66 und damit auch für die Außenwand geeignet. Ein Modul ergänzen heißt bei diesem Aufbau: Turm öffnen, Modul aufsetzen, fertig. Die Installations-Kits im Sigenergy-Sortiment zeigen die Grenzen: Das Kit für Bodenmontage ist für bis zu sechs Batteriemodule ausgelegt, das Wandmontage-Kit nur für den Energy Controller und zwei Module. Wer an die Wand will, plant also kleiner.
SigenStor fürs Haus, SigenStack fürs Gewerbe
Die beiden Namen liegen dicht beieinander und werden regelmäßig verwechselt. SigenStor ist die Heimreihe: Batteriemodule mit 5,2 bis 8,76 kWh, die direkt auf den Energy Controller gestapelt werden. SigenStack ist die gewerbliche Reihe und funktioniert anders. Dort sitzen die Module auf einem eigenen Sockel — Main Base 0.5C für 647,96 Euro oder Main Base 1C für 791,95 Euro — und werden über einen separaten Battery Controller angebunden, der je nach Ausführung zwischen 2.879,80 und 5.471,62 Euro kostet. Die Erweiterungssockel nehmen bis zu sieben Module auf. Diese Teile liegen in dieser Kollektion mit drin, gehören sachlich aber zum Gewerbespeicher. Für ein Einfamilienhaus brauchst du sie nicht.
Große Module sind pro Kilowattstunde billiger
Rechne den Preis auf die Kapazität um, dann wird die Auswahl einfach. Das BAT 5.0 mit 5,2 kWh kostet 1.999 Euro, also rund 384 Euro je Kilowattstunde. Das BAT 6.0 mit 5,84 kWh liegt bei 2.024 Euro oder rund 347 Euro je kWh. Das BAT 10.0 mit 8,76 kWh kommt auf 2.593,25 Euro und damit rund 296 Euro je kWh. Der Abstand ist deutlich: Zwei BAT 10.0 ergeben 17,52 kWh für 5.186,50 Euro, drei BAT 6.0 ergeben dieselben 17,52 kWh für 6.072 Euro. Das BAT 5.0 ist derzeit ohne Bestand, die übrigen Module sind ab Lager Stettfeld verfügbar. Mehr Kapazität ist trotzdem nicht automatisch die bessere Wahl — was du nicht regelmäßig entlädst, zahlt sich nicht zurück.
Ohne Energy Controller und Gateway kein Ersatzstrom
Die Batteriemodule enthalten keine Leistungselektronik. Du brauchst dazu einen Sigen Energy Controller; im Wechselrichter-Sortiment reicht die Reihe von der 8-kW-Variante für 1.696,50 Euro bis zur 30-kW-Variante für 3.314,25 Euro, dazwischen liegen 12, 15, 17, 20 und 25 kW. Für die Messung im Zählerschrank kommt ein Sigen Power Sensor dazu, dreiphasig, 129 Euro. Wer bei Netzausfall weiterversorgt sein will, braucht zusätzlich das Sigen Energy Gateway HomePro TP für 799 Euro — laut Produktangabe 30 kW dreiphasig mit 0 ms Umschaltzeit. Ohne dieses Gateway schaltet die Anlage bei Netzausfall ab, so wie jede andere PV-Anlage auch.
Wo Sigenergy stark ist und wo nicht
Stark ist das System dort, wo alles aus einer Hand kommt: Wechselrichter, Speicher, Energiezähler, Wallbox und App stammen vom selben Hersteller und sind aufeinander abgestimmt. Das spart Schnittstellen und Diskussionen im Servicefall. Der Preis dafür ist die Bindung. Wer sich für SigenStor entscheidet, bleibt bei Sigenergy — ein Fremdspeicher lässt sich in den Turm nicht einsetzen, und ein vorhandener Fremdwechselrichter nutzt dir hier nichts. Sigenergy ist außerdem eine junge Marke; Langzeiterfahrungen über zehn Jahre gibt es am Markt schlicht noch nicht. Wenn du eine bestehende Anlage nachrüsten willst, ist ein Speicher mit offenerer Anbindung aus dem Batteriespeicher-Sortiment oft der pragmatischere Weg.